0176 34649806 info@mariedirlenbach.de
 

Der weibliche Zyklus – Wie du die Phasen für dich nutzen kannst

Wir Frauen tragen eine unglaubliche Kraft in uns – die Kraft unseres weiblichen Zyklus. Er steht im Einklang mit dem Mondzyklus. Der Neumond steht für die Winterzeit im Mondzyklus. Der zunehmende Mond steht für den Frühling, Aufbruch und Neubeginn. Der Vollmond repräsentiert den Sommer und der abnehmende Mond kennzeichnet den langsamen Rückzug im Herbst. Jeden Monat erleben wir den Zyklus aufs Neue und erhalten die Möglichkeit, diese unterschiedlichen Phasen zu erleben, zu leben und zu würdigen. Go with the flow! Denn diese Kraft ist so einzigartig und ein Geschenk.

Bezogen auf den weiblichen Zyklus ergibt sich folgende Zusammengehörigkeit mit dem Mondzyklus:

  • Neumond = Phase der Blutung
  • Zunehmender Mond = 1. Zyklushälfte
  • Vollmond = Eisprung
  • Abnehmender Mond = 2. Zyklushälfte

Was dich in diesem Blogartikel erwartet:

  • Menstruation – Der Zyklus-Winter
  • Erste Zyklushälfte – Dein innerer Frühling
  • Eisprung – Der Sommer deines Zyklus
  • Zweite Zyklushälfte – Der Zyklus-Herbst
  • Journalingfragen für jede Zyklusphase

Menstruation – Der Zyklus-Winter?

In deinem Zyklus steht der Neumond für die Zeit der Menstruation. Hat nach dem Eisprung keine Befruchtung der Eizelle stattgefunden, dann wird die Gebärmutterschleimhaut wieder abgebaut und bei der Menstruation zusammen mit dem nicht befruchteten Ei abgestoßen. Dein Körper bereitet sich auf einen neuen Zyklus vor und macht sich bereit.

Die Kontraktionen während der Periode sorgen für den Abgang der Schleimhaut, was zu Krämpfen im unteren Bauch und Rücken führen kann. Das ist für den Körper sehr anstrengend. Deshalb ist es auch ganz normal, wenn du dich in dieser Zeit schlapp oder müde fühlst.

ABER: Extreme Schmerzen sind ein Anzeichen für ein Ungleichgewicht in deinem Körper. Keine Frau muss jeden Monat Schmerztabletten nehmen. Höre auf deinen Körper und sei achtsam – suche dir gegebenenfalls Unterstützung, wenn du nicht weißt, woher das Ungleichgewicht kommt.

Der Progesteronspiegel sinkt jetzt wieder und erreicht mit der Menstruation seinen Tiefpunkt. Sowohl Östrogen- als auch Progesteronspiegel sind somit während der Periode am niedrigsten, die durchschnittlich drei bis sieben Tage andauert.

Wusstest du, dass wir gerade einmal 60 bis 80 Milliliter Blut während der Menstruation verlieren? Das variiert natürlich von Frau zu Frau. Auch eine sehr starke, kürzere oder längere Blutung kann auf ein Ungleichgewicht des Zyklus hindeuten.

Viele Frauen fühlen sich während der Periode gehemmt und kontrolliert. Das kommt durch unsere gesellschaftliche Einstellung und dadurch, dass wir uns nie richtig mit unserer Menstruation und dem Thema Zyklus verbunden haben. Wir haben mit den Jahren die Verbindung zu unserer Weiblichkeit ein Stück weit verloren. Wie wäre der Gedanke, dass deine Periode deine persönliche Auszeit und nicht eine Einschränkung deines Alltags ist? In keiner anderen Zeit sind wir uns selbst so nahe, denn die linke und recht Gehirnhälfte kommunizieren am aktivsten während der Periode!

 

Erste Zyklushälfte – Dein innerer Frühling

Die erste Mondzyklushälfte steht für den Frühling, einen Neubeginn. Wir kommen wieder aus uns heraus und alles erblüht. In unserem Zyklus stellt diese Zeit die Follikelphase dar. Diese dauert in etwa acht bis 20 Tage und endet mit dem Eisprung.

Der Östrogenspiegel steigt wieder und das Östrogen lässt uns energiegeladen und gut gelaunt fühlen. Denn die Östrogenausschüttung sorgt dafür, dass Serotonin und Dopamin (unsere Glückshormone) angekurbelt werden. Damit steigt auch unsere Kreativität. Wir fühlen uns im zyklischen Frühling sehr wohl in unserer Haut und wollen etwas erleben, haben einen regelrechten Tatendrang! Das Energielevel erreicht seinen Höhepunkt und alles steht auf Wachstum. Auch die Lust auf Sex nimmt zu.

Wichtig in dieser Zeit ist es, die Basis für den weiteren Zyklusverlauf zu legen. Denn nicht erst vor deiner Periode, wenn die ersten Beschwerden auftreten, solltest du dich um dich kümmern. Sei während des gesamten Zyklus achtsam mit dir und schaue, was dir gut tut.

 

Eisprung – Der Sommer deines Zyklus

Innerhalb der 2-3 Tage vor und nach dem Eisprung kann die befruchtet Eizelle werden. Der Östrogenspiegel (Hormon) erreicht dabei seinen Höhepunkt (er sorgt auch für die strahlende Haut). Typische Emotionen, die du vielleicht während deines Eisprungs kennst: Du fühlst dich attraktiv, selbstbewusst, fokussiert, sexy, optimistisch. Dadurch ist diese Zeit perfekt für unangenehme Gespräche, Gehaltsverhandlungen oder auch Launches. Genieße diese Zeit und tauche ein in diese wundervolle Energie.

Das bewusste Mitgehen in den einzelnen Phasen sorgt dafür, dass du weniger PMS Beschwerden und Periodenschmerzen hast. Nicht nur die Zeit vor der Periode oder währenddessen ist ausschlaggebend dafür, wie du diese Phase empfindest. Es gibt etliche Faktoren (wie Ernährung, Stress, Sorgen, Schlafmangel, Medikamente und vieles mehr), die zu einem Hormonungleichgewicht führen und dadurch diese Beschwerden verursachen. Und deshalb: Achte gut auf dich und deinen Körper!

 

Zweite Zyklushälfte – Der Zyklus-Herbst

Der innere Herbst ist die zweite Zyklushälfte, die auch Lutealphase genannt wird. Luteal ist lateinisch und bedeutet „gelb“. Das steht für den Gelbkörper – das Innere des Follikels (= Eibläschen, in dem Eizelle heranreift), das dafür sorgt, dass dein Uterus auf eine mögliche Einnistung vorbereitet wird.

In der Phase nach dem Einsprung nimmt dein Östrogen langsam ab und Progesteron dominiert. Das Hormon Progesteron senkt zudem die Abwehrkraft des Immunsystems und verhindert damit das Abstoßen der befruchteten Eizelle. Dadurch sind wir sowohl auf emotionaler als auch auf körperlicher Ebene empfindsamer. Aus diesem Grund darfst du die zweite Zyklushälfte als Zeit des Rückzugs und Loslassens würdigen. Denke daran, was du beim letzten Mal notiert hast: Was willst du gehen lassen?

Jetzt ist die ideale Zeit für: Zuhause bleiben, Kerzen anmachen, Bad nehmen, lesen, Waldspaziergang, Yoga, Meditation, Journaling. Ätherische Öle wie Lavendel oder Muskatellersalbei können dich zusätzlich unterstützen.

 

Journalingfragen für jede Zyklusfrage

Menstruation:

  • Auf was möchte ich mich im nächsten Zyklus besonders fokussieren?
  • Wie kann ich mir jetzt etwas Gutes tun?
  • Wie stelle ich mir meine nächsten 4-5 Wochen vor?
  • Was möchte ich angehen oder erreichen? (Setze dir eine Intention!)
  • Auf was freue ich mich ganz besonders?

Erste Zyklushälfte:

  • Wie ist gerade mein Energielevel? Wie fühle ich mich?
  • Was möchte ich in den kommenden zwei Wochen angehen?
  • Welches Projekt möchte ich endlich starten oder welches Gespräch führen?
  • Was sind die top 3 Aktivitäten, die mich meinem Ziel näher bringen?
  • In welchen Lebensbereichen werde ich ab sofort mehr Verantwortung für mich selbst übernehmen?

Eisprung:

  • Wo darf ich noch mehr Licht hinbringen?
  • Wo habe ich vielleicht auch Angst, bewusst hinzuschauen?
  • Wo bin ich noch im Widerstand gegen mich?
  • Was darf ich in der zweiten Zyklusphase loslassen?
  • Was darf nun gehen?

Zweite Zyklushälfte:

  • Was stresst mich gerade und warum?
  • Welchen ersten Schritt kann ich gehen, um das zu ändern?
  • Welche drei Gedanken hatte ich in der letzten Woche immer wieder?
  • Welche Emotionen und Gefühle habe ich bei diesen Gedanken?
  • Bringen mich die Gedanken weiter?
  • Wie sorge ich dafür, dass es mir gut geht?

Ich hoffe du fühlst dich inspiriert und dieser Artikel konnte dir ein bisschen dabei helfen, mit deinem Zyklus im Einklang zu leben. Wenn du trotzdem noch Fragen hast, komm gerne auf mich zu (info@mariedirlenbach.de)!

Alles Liebe,

Deine Marie

 

     

    Newsletter Anmeldung

    Einverständnis